wasser.glass Aktuell 2018

16. Thema: C Höchstwerte in Nord- und Ostseee

Wassertemperaturen Nord- Ostsee 2018

Extremer Sommer: Nord- und Ostsee erreichen Rekordwerte

Seit 1968 misst und analysiert das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) regelmäßig die Oberflächentemperaturen der Nordsee und seit 1990 mithilfe von Satelliten auch die Oberflächentemperatur der Ostsee. In diesem Jahr haben die BSH-Wissenschaftler Rekordwerte für beide Meeresregionen feststellen können.

Hamburg – Seit 1968 misst und analysiert das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie regelmäßig die Oberflächentemperaturen der Nordsee vom Englischen Kanal im Süden bis zur Linie Shetlands – Bergen im Norden. Für die Auswertungen wird auf Daten aus dem maritimen Messnetz des BSH Marnet, auf Daten, die von den Schiffe erhoben werden, sowie auf Satellitendaten zurückgegriffen.
Die Nordsee wies mit 16,3 °C die zweithöchste Oberflächentemperatur seit 50 Jahren auf. Sie blieb im Juli um nur 0,1°C hinter der Rekordtemperatur vom Juli 2014 zurück. Die mittlere Temperatur liegt in diesem Jahr 2 °C über dem Langzeitmittel des Zeitraums von 1971 bis 1993.
Die Auswertung der Temperaturentwicklung ergab auch, dass die Nordsee aufgrund des Kälteeinbruchs im Frühjahr ihr saisonales Minimum erst im März erreichte. Mit 4,9 °C lag sie um fast 1°C unter dem Langzeitmittel des Zeitraums von 1971 bis 1993. Normalerweise tritt die saisonal niedrigste Temperatur Ende Februar auf. Der Temperaturanstieg zwischen März und Juli verlief mit 11,4 °C extrem steil und wurde in dieser Form zum ersten Mal beobachtet.

Ostsee mit höchstem, jemals gemessenen, Wert
Die mittlere Oberflächentemperatur der Ostsee erreichte im Juli eine Rekordtemperatur von 20,0°C. Damit liegt die Temperatur 0,5 °C über der letzten Höchsttemperatur im Juli 2014 und um 2,8 °C über dem Langzeitmittel der letzten rund dreißig Jahre. Das BSH erhebt seit 1990 über Satellit die Daten der Oberflächentemperatur der Ostsee. Jeweils wöchentlich liegen damit aktuelle Daten der gesamten Ostsee vor. In Verbindung mit den steigenden Wassertemperaturen beobachten die Wissenschaftler auch den Sauerstoffgehalt des Wassers. Die Ergebnisse der Auswertungen sollen Mitte August zur Verfügung stehen.
Ursache für den Temperaturanstieg in Nord- und Ostsee ist eine seit Mai recht stabile Hochdruckbrücke von den Azoren bis in die Barentssee. Eine Umstellung der Großwetterlage ist nicht in Sicht, sodass sich die extremen Temperaturbedingungen im August weiter verschärfen werden. Erst mit Einsetzen der Sturmsaison im Herbst soll eine Abkühlung der Oberflächentemperaturen durch die Vermischung mit kühlerem Tiefenwasser möglich sein.

15. Thema: Biostabilität von Wasser

Wie haltbar ist unser Grundwasser?

In der Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften (KL Krems) wollen Forscher die Qualität von Grund- und Quellwasser besser verstehen. Ziel eines Projektes soll es dort sein, disziplinenübergreifend neue Technologien zur Bewertung der Vermehrung von wassereigenen Bakterien und deren biochemischer Prozesse einzusetzen. So wird es möglich werden, die Biostabilität von Wasser wesentlich genauer als bisher zu bestimmen und vorherzusagen – ein grundlegender Beitrag zur Wasserhygiene und Gesundheit.

Wasser ist nicht nur H2O, wenn es etwa als Grund- oder Quellwasser sprudelt. Wasser enthält auch eine Reihe von Mikroorganismen, deren natürlicher Lebensraum das kühle Nass bildet. Die Entwicklungsdynamik der wassereigenen Bakteriengemeinschaft in Grund- und Quellwasser ist bis heute kaum bekannt. Daher ist es immer noch schwierig, ihren möglichen Einfluss auf die Qualität des Wassers nach Lagerung und Verteilung zu bestimmen bzw. vorherzusagen. Ein FTI Programm nimmt sich nun dieser Problematik an und entwickelt eine Verfahrenskombination, die erstmals eine umfassende Analyse der Dynamik wassereigener Bakterien und damit zusammenhängender, biochemischer Schlüsselprozesse im Zuge der Nutzung von Wasserressourcen erlauben soll.
Bestehende Standardmethoden zum Nachweis von Mikroorganismen in Grund- und Quellwasser gehen noch auf Nachweisprinzipien aus dem 19. Jahrhundert zurück. Diese zielen hauptsächlich auf Bakterien ab, die eine Verschmutzung des Wassers von der Oberfläche her anzeigen, nicht aber auf die wassereigenen – zum Teil sogar gänzlich unbekannten – Bakterien. In der Regel können weniger als 1 % der wassereigenen Bakterien mit den Standardverfahren nachgewiesen werden. So wissen wir bis heute wenig über die Entwicklung dieser natürlichen Wassermikrobiota und wie sich diese über längere Zeiträume bei Lagerung und Verteilung auf die Qualität von Wasser auswirken kann. Zur Einschätzung und Vorhersage der Qualität von Trinkwasser, aber auch zur Identifizierung möglicher Gesundheitsgefährdungen, ist ein besseres Verständnis dieser Dynamiken unter Berücksichtigung der vorhandenen Nährstoff- und Umgebungssituation notwendig.

Wie sieht die Verfahrenskombination aus?
IEs wird nun eine neue Verfahrenskombination entwickelt, die das Vorkommen und Wachstum von wassereigenen Bakterien genauer, schneller und unmittelbarer bestimmen soll. Dabei setzt das Team zunächst, nach entsprechender Simulation der Lagerung des Wassers, auf DNA-Sequenzierungstechniken und zytometrische Methoden, bei denen Bakterienzellen fluoreszierend markiert und optisch erfasst werden. Die Vorteile dieser Methoden liegen auf der Hand: „Es wird möglich sein, die aktiven und sich vermehrenden wassereigenen Bakterien direkt nachzuweisen und nicht nur indirekt nach ausgesuchten Indikatorbakterien zu suchen, die eine Verunreinigung andeuten können.“

14. Thema: Neue Erkenntnisse über Mikroplastik

Pro Bundesbürger 4 Kg Mikroplastik im Jahr


Mikroplastik: Pro Bundesbürger gelangen jedes Jahr vier Kilo in die Umwelt


Das Thema Plastikmüll und Mikroplastik ist derzeit in Politik, Medien und Öffentlichkeit sehr präsent. Zu Recht. Wie immer helfen für eine sachliche, lösungsorientierte Diskussion Fakten weiter. Die liefert nun eine neue „Konsortialstudie Mikroplastik“, in der Fraunhofer-Forscher den Wissensstand zu Mikro- und Makroplastik zusammengetragen haben. Woher stammen die kleinen Kunststoffpartikel? Welche Mengen werden jährlich in Deutschland emittiert? Die Studie liefert nun Antworten.

Gerade in den Sommerferien geht es für Millionen von Urlaubern wieder an die schönsten Strände. Dorthin, wo trotz aller Idylle leider auch die Vermüllung durch Plastikabfälle besonders präsent ist. Bei genauerem Hinschauen lässt sich Mikroplastik zwischen Sand und Muscheln entdecken. Doch woher stammen die kleinen Kunststoffpartikel? Welche Mengen werden jährlich in Deutschland emittiert? Diese Fragen standen u.a. im Fokus der „Konsortialstudie Mikroplastik“. Im Auftrag von Partnern aus der Kunststoffindustrie, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Forschung hat Fraunhofer UMSICHT die letzten zwei Jahre den Wissensstand zu Mikro- und Makroplastik zusammengetragen.

Mikroplastik – überall und in großen Mengen
Mikroplastik ist nicht immer direkt zu erkennen, man muss den Blick schon etwas schärfen. Doch dann kommen sie nahezu überall zum Vorschein: Kunststoffpartikel, kleiner als 5 mm. So zumindest die weit verbreitete Definition. Allgemeingültig ist sie jedoch nicht zwangsläufig: „Es ist schwierig, den regulatorischen, wissenschaftlichen und kommunikativen Ansprüchen gemeinsam gerecht zu werden. Durch die Abgrenzung der Größe und Einschränkung auf spezielle Kunststoffe oder Einsatzgebiete wird eine Grenze gezogen, die unter Umständen Problembereiche ungerechtfertigt ein- oder ausschließt. Eine Definition sollte vielmehr anhand der Umweltwirkung festgemacht werden. Doch dazu reicht der heutige Wissensstand nicht aus“, erklärt Jürgen Bertling aus der Abteilung Nachhaltigkeits- und Ressourcenmanagement beim Fraunhofer Umsicht, Initiator und Haupt-Autor der „Konsortialstudie Mikroplastik“.

Kategorisierung von Mikroplastik
Im Rahmen der Studie erfolgte zunächst eine neue Kategorisierung von Mikroplastik: Primäres Mikroplastik Typ-A sind industriell hergestellte Kunststoffpartikel, deren Verlust bewusst in Kauf genommen oder durch Unachtsamkeit verursacht wird. Hierzu zählen z.B. Microbeads in Kosmetika oder Kunststoffpellets. Dagegen entsteht primäres Mikroplastik Typ-B erst in der Nutzungsphase durch Abrieb oder Verwitterung. Das ist etwa bei Autoreifen, Schuhsohlen, Textilien oder Farben der Fall. Gelangen Kunststoffabfälle, hauptsächlich Verpackungen, Plastiktüten oder Flaschen – sogenanntes Makroplastik –, in die Umwelt und fragmentieren dort, werden sie dem sekundären Mikroplastik zugeordnet. Diese Einteilung ist insbesondere bei der Zuweisung von Verantwortung wichtig. Je nach Quelle liegt sie mehr beim Produzenten oder beim Konsumenten.

Kunststoffemissionen bestehen in Deutschland zu 74 Prozent aus Mikroplastik
Die Autoren der Konsortialstudie ermittelten insgesamt 51 Mikroplastikquellen und berechneten die Emissionen. Reifenabrieb, Freisetzung bei der Abfallentsorgung, Abrieb von Bitumen in Asphalt, Pelletverluste, Verwehungen von Sport- und Spielplätzen liegen ganz vorne. Die Freisetzung von Mikroplastik aus Kosmetik etwa gelangt auf Platz 17. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass die Reduzierung von Emissionen aus jeder Quelle wichtig ist. Weitere Faktoren wie Abbaubarkeit oder Kunststoffadditive spielen bei der Wirkung auf die Umwelt ebenfalls eine große Rolle und sollten daher bei der Priorisierung der Quellen berücksichtigt werden.

Geht man davon aus, dass es noch weitere Quellen gibt, so ergibt sich für Deutschland eine Gesamtmenge von gut 4 kg pro Kopf [für Deutschland insgesamt ca. 116 000 t/a], die jährlich an Mikroplastik in die Umwelt freigesetzt wird. Dagegen betragen die Emissionen an Makroplastik nur etwa 1,4 kg pro Kopf und Jahr [für Deutschland insgesamt ca. 116 000 t/a]. Das, was wir an Plastikmüll an Raststätten, in Parks und am Strand finden, ist also der sichtbare, aber weitaus kleinere Teil von Kunststoffen in der Umwelt.

Auf Kosten des Klärschlamms
Die Siedlungswasserwirtschaft spielt bei der Emission von Kunststoffen in die Umwelt eine wichtige Rolle, sowohl als Eintragspfad als auch für den Rückhalt. Etwa 78 Prozent des Abwassers werden innerhalb der Siedlungswasserwirtschaft durch Kläranlagen gereinigt. Die restlichen 22 Prozent, überwiegend Niederschlagswasser, werden nur teilweise gereinigt, sodass mit den Niederschlägen Makro- und Mikroplastik in die Ökosysteme gespült werden. Kläranlagen halten je nach technischer Ausstattung über 95 Prozent des zuströmenden Mikroplastiks zurück. „Der hohe Rückhalt der Kläranlagen geht jedoch auf Kosten des Klärschlamms, in dem sich die kleinteiligen Kunststoffe anreichern. Hier muss im Einzelfall geprüft werden, ob eine vollständige Verbrennung des Klärschlamms der landwirtschaftlichen und landschaftsbaulichen Nutzung vorzuziehen ist, um eine Weiterverbreitung von Mikroplastik in der Umwelt und somit eine Problemverlagerung zu verhindern“, sagt Ralf Bertling, Abteilung Photonik und Umwelt beim Fraunhofer Umsicht, der sich im Rahmen der Studie der Siedlungswasserwirtschaft gewidmet hat.

13. Vögel trinken wenig fressen aber viel !

Vögel: Wenig Durst auf Wasser - ABER:

Der weltweite Wasserverbrauch von allen Vögeln ist nicht bemerkbar und sehr gering im Verhältnis zum Verbrauch der Weltbevölkerung.

Denn z.B. unsere heimischen Vögel verbrauchen täglich im Trinkbedarf je nach Alter, Größe und Art zwischen 2 ml bis 50 ml Wasser um ihren Durst zu löschen.

ABER
um so erstaulicher ist ihr Nahrungsverzehr:

Kleiner Hunger der Superlative: Vögel fressen so viel wie die gesamte Menschheit


Insektenfressende Vögel sind erstaunlich gefräßig: 400 bis 500 Millionen Tonnen Insekten und andere Gliederfüßer verspeisen sie jedes Jahr. Die verspeiste Menge ist damit ähnlich hoch wie jene an Fleisch und Fisch, die die menschliche Weltbevölkerung jährlich verzehrt. Die Vögel verbrauchen dabei zudem so viel Energie wie die Stadt New York. Das hat ein internationales Forscherteam nun herausgefunden und damit die enorme globale ökologische Bedeutung insektenfressender Vögel mit Zahlen belegt.

Die insektenfressenden Vögel der Welt verspeisen jährlich 400 bis 500 Millionen Tonnen Beute und verbrauchen dabei so viel Energie wie die Großstadt New York. Dies zeigen Berechnungen von Zoologen in der Fachzeitschrift «The Science of Nature». Besonders in Waldgebieten spielen insektenfressende Vögel eine wichtige Rolle in der Bekämpfung von schädlichen Insekten.

Die weltweit über 6000 Arten der insektenfressenden Vögel kommen in sämtlichen Ökosystemen vor. Dass sie als natürliche Feinde von pflanzenfressenden Insekten äußerst nützlich sind, war schon bekannt. Nun haben Zoologen der Universität Basel, der University of Utah (Salt Lake City), der University of Illinois (Chicago) und der Koç University (Istanbul) ihre globale ökologische Bedeutung in Zahlen eruiert.

Mit menschlichem Konsum von Fleisch und Fisch vergleichbar
Gemäß den Schätzungen haben die insektenfressenden Vögel der Welt ein Gesamtgewicht von rund 3 Millionen Tonnen. Jährlich verzehren sie 400 bis 500 Millionen Tonnen Insekten und andere Gliederfüßer wie etwa Tausendfüßer und Spinnen. Dabei verbrauchen die Vögel weltweit pro Jahr ungefähr gleich viel Energie wie eine Metropole von der Größe New Yorks, die einen Wert von etwa 2,8 Exajoule aufweist.

Die verspeiste Menge der insektenfressenden Vögel ist damit ähnlich hoch wie jene der menschlichen Weltbevölkerung, die laut der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) jährlich etwa 400 Millionen Tonnen Fleisch und Fisch verzehrt. Auch die weltweite Gemeinschaft der Spinnen frisst nach früheren Schätzungen zwischen 400 und 800 Millionen Tonnen Insekten im Jahr.

Bedeutung der Waldvögel
Waldvögel verspeisen mit rund 300 Millionen Tonnen rund drei Viertel der weltweit von insektenfressenden Vögeln gefangenen Beute. Dagegen werden in den übrigen Ökosystemen wie Grasland, Savannen, Äcker, Wüsten und arktischer Tundra wesentlich weniger Insekten gefressen. Besonders zur Brutzeit, wenn die Vögel proteinreiche Beute an ihre Jungen verfüttern, kommen Billionen pflanzenfressender Insekten auf den Speiseplan, darunter auch potenziell schädliche Schmetterlingsraupen und Käfer. „Dies bedeutet, dass die Vögel – ebenso wie andere natürliche Feinde wie Spinnen und Ameisen – weltweit wesentlich dazu beitragen, die Zahl jener Insekten niedrig zu halten, die Schäden an Pflanzen anrichten“, sagt Studienleiter PD Dr. Martin Nyffeler von der Universität Basel.

12. Thema: Nitrat im Trinkwasser

Nitrat im Trinkwasser kein Problem ...!?

EU belegt Deutschland in 2018 mit Strafgeldern wegen nicht Einhaltung der Nitratwerte im Wasser und fordert endgültige Fortschritte zur Einhaltung !

Das Bundes Umweltamt behauptet aktuell dazu
...

Wo Landwirtschaft betrieben wird, ist deutschlandweit zu viel Nitrat im Grundwasser. Das Wasser aus der Leitung ist trotzdem sicher. Dafür sorgen Deutschlands Wasserversorger.


Trinkwasser wird in Deutschland größtenteils aus Grundwasser hergestellt. Doch Grundwasser ist häufig zu stark mit Nitrat belastet. Eine Ursache ist die stickstoffhaltige Düngung in der Landwirtschaft. Neben Mineraldünger werden Gülle aus Mastställen oder Biogasanlagen auf den Feldern ausgebracht. Der Anteil, den die Pflanzen nicht verbrauchen und der im Boden nicht durch Denitrifikation abgebaut wird, gelangt als Nitrat in das Grundwasser. 18 Prozent des Grundwassers in Deutschland hält den geltenden Schwellenwert von 50 Milligramm Nitrat je Liter nicht ein.

Doch die Wasserversorger stellen sicher, dass das Trinkwasser in Deutschland fast allerorten unbelastet ist. In (nahezu) allen Proben der amtlichen Trinkwasserüberwachung wird der Grenzwert von 50 Milligramm Nitrat pro Liter nicht überschritten.

Um diesen Grenzwert einzuhalten, mischen die Wasserversorger häufiger unbelastetes mit belastetem Rohwasser, vertiefen oder verlagern Brunnen und schützen so das Trinkwasser und unsere Gesundheit.

Wenn die Einträge jedoch zunehmen und die genannten Maßnahmen ausgereizt sind, müssten die Versorger das Nitrat technisch aus dem Grundwasser entfernen. Dies ist derzeit zwar noch nicht erforderlich, ein neues UBA-Gutachten mit dem Titel „Quantifizierung der landwirtschaftlich verursachten Kosten zur Sicherung der Trinkwasserbereitstellung“ zeigt jedoch, dass Reparaturmaßnahmen teurer wären als vorbeugende Maßnahmen. Deshalb ist es wichtig, Nitrateinträge in das Grundwasser zu vermeiden und die Stickstoffüberschüsse deutlich zu reduzieren. Etwa durch sparsamere und standortgerechte Düngung.

H. BdV Meinung: Die Nitratwertbelastung im Grund- und Trinkwasser wird schon seit über 20 Jahren absolut verharmlost und die benötigten technischen Veränderungen in Wasserwerke zur verbesserten Aufbeitung von Trinkwasser sowie die unumgängliche Gülle-Auftragungsreduzierung auf Feldern werden nicht umgesetzt, angekündigte Verordnungen greiffen einfach nicht !

In den nächsten 3-5 Jahren werden sich die Nitrat-Werte in vielen deutschen Regionen weiter erhöhen.

11. Was große Fische über ihren See verraten

Größenverteilung von Organismen im See

Seen sind der Lebensraum für eine Fülle von Arten.
Gemeinsam spannen sie ein komplexes Nahrungsnetz auf: vom winzigen Phytoplankton über kleine Wasserflöhe bis hin zu großen Fischen. Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben nun mit internationalen Kollegen die Größenverteilung der Organismen im See genau untersucht. Ihre Ergebnisse belegen: Die Größenverteilung kann als Werkzeug genutzt werden, um Veränderungen im See zu verfolgen.

In jedem Lebensraum kann nur eine bestimmte Anzahl großer Organismen existieren, weil sich diese von kleineren Organismen ernähren. In der Ökologie wird dieser Zusammenhang mit der Trophischen Transfereffizienz (TTE) beschrieben: Von Nahrungsebene zu Nahrungsebene gehen etwa 90 Prozent der Energie verloren bzw. nur 10 Prozent bleiben erhalten. Frisst beispielsweise ein Raubvogel ein Kaninchen, kann er nur 10 Prozent der Energie, die das Kaninchen zum Wachsen und Leben benötigte, in eigenes Wachstum umsetzen – die allermeiste Energie geht also verloren.

Forscher des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben nun untersucht, wie groß diese wichtige Modellgröße in natürlichen Seeökosystemen tatsächlich ist und wie sie mit der Populationsdichte von Organismen verschiedener Größengruppen zusammenhängt. „Natürlich gibt es schon Untersuchungen zur Trophischen Transfereffizienz und Größenverteilung, aber bislang nicht in dem Umfang, den unsere Studie hatte: Wir haben alle trophischen Ebenen analysiert, vom Bakterium bis zum großen Fisch“, erklärt Dr. Thomas Mehner, Hauptautor der Studie und Leiter der Arbeitsgruppe Nahrungsnetze und Fischgemeinschaften am IGB.

Aus zwei Seen vier Ökosysteme machen
Für ihre Untersuchung nahmen die Forscher die Nahrungsnetze in zwei kleinen, flachen und nährstoffreichen Seen in Norddeutschland unter die Lupe, die sie für einen Zeitraum von einem Jahr mithilfe einer Folie in zwei abgeschlossene Systeme teilten. Durch die lange Phase der Teilung entwickelten sich in beiden Hälften die wichtigsten Organismengruppen jeweils unterschiedlich, sodass Daten für insgesamt vier verschiedene Seeökosysteme erhoben werden konnten.

Die Forscher ermittelten die Biomasse und Größe aller in den Seen lebenden Organismen. Außerdem berechnete das Team die Trophische Transfereffizienz für alle Nahrungsebenen im See. Dafür verglichen sie die Primär- und bakterielle Produktion mit der Sekundärproduktion bzw. dem Gewinn an Biomasse auf der Stufe der Konsumenten.

Energieeffizienz schlechter als erwartet
„Wir konnten feststellen, dass die Energieeffizienz geringer ist als allgemein angenommen: Sie liegt deutlich unter zehn Prozent. Die vorhandene Nahrung wird also schlechter verwertet als erwartet“, berichtet Thomas Mehner. Die ermittelten TTEs waren in allen vier Seen etwa gleich niedrig.

Eine Bestätigung für die Voraussagen der ökologischen Theorien gab es allerdings beim Zusammenhang von TTE und Größenverteilung: Wenn die Trophische Transfereffizienz unter zehn Prozent sinkt, entspricht dies im Modell einer immer steiler abfallenden Kurve. In den vier Seehälften sank damit auch die Biomasse der größeren Organismen stärker ab als erwartet. So zählten die Forschenden deutlich weniger Konsumenten im Wasser, als bei einer höheren TTE zu erwarten wären.

Größenverteilung in Seen als Werkzeug nutzen
Dass der Zusammenhang zwischen Trophischer Transfereffizienz und Größenverteilung stabil ist, eröffnet der Untersuchung aquatischer Ökosysteme neue Möglichkeiten. Anstatt die TTE aufwändig zu ermitteln, reicht es vermutlich aus, Populationsdichten und Größenverteilungen zu messen.

„Die Trophische Transfereffizienz ist eine wichtige Größe, wir wissen aber oft nicht, wie hoch sie ist. Wir konnten zeigen, dass die leichter bestimmbare und häufiger anwendbare Größenverteilung ausreicht, um etwas über den energetischen Zustand und die Effizienz eines Ökosystems zu erfahren“, fasst Mehner die Bedeutung der Ergebnisse zusammen. Damit lässt sich die Größenverteilung als „Werkzeug“ nutzen, um zum Beispiel Informationen über die Auswirkungen globaler Erwärmung, die Invasion fremder Arten, Veränderungen der Lebensräume oder menschliche Ausbeutung von Ökosystemfunktionen zu erhalten.

10. Trinkwasser wird teuerer - auch bei uns

Aufbereitung des Grundwassers wird immer teurer

Die Grünen führen den Preisanstieg vor allem auf die zunehmende Verunreinigung des Wassers zurück. Der Bauernverband spricht hingegen von „Panikmache“.

Trinkwasser ist in Niedersachsen in den vergangenen Jahren deutlich teurer geworden – zwischen 2005 und 2016 um rund 20  Prozent. Für einen Haushalt mit zwei Personen bedeutet das einen Preisanstieg von 49 Euro – von rund 137 auf rund 186 Euro pro Jahr. Das geht aus einer Analyse der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, die Zahlen des Statistischen Bundesamtes ausgewertet hat.
Nach den Berechnungen der Statistiker sind die Trinkwasserkosten seit 2005 deutschlandweit um insgesamt 17,6 Prozent gestiegen. Allein in den Jahren zwischen 2014 und 2016 hätten sich die Verbraucherpreise für die Wasserversorgung um 4,1 Prozent verteuert – und sind damit deutlich stärker gestiegen als die Inflationsrate, die in dem Zeitraum bei 0,8  Prozent lag.
Preise schwanken im Ländervergleich

Die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern sei aber sehr unterschiedlich, hieß es. So sei der Preis in Thüringen und Berlin gesunken, während er in Bayern am stärksten zugenommen habe. Nach Angaben der Grünen schwanken die Preise für Trinkwasser zwischen den Bundesländern um bis zu 42  Prozent. In Norddeutschland ist das Trinkwasser tendenziell günstiger als im Süden.
Die Grünen führen den Preisanstieg vor allem auf die zunehmende Verunreinigung des Wassers mit Nitraten, Pestiziden und Medikamenten zurück. Brunnen müssten häufiger aufgegeben werden, die Aufbereitung werde teurer. „Gülle und Pestizide, die über Jahre eingebracht wurden, schlagen langsam zu Buche“, sagte Grünen-Mitarbeiter Patrick Roedern der HAZ. Im Grundwasser sei jetzt das angekommen, was vor 30 Jahren auf den Feldern ausgebracht worden sei. Die Grünen forderten schärfere Gesetze.
Bauernverband spricht von „Panikmache“

Der Deutsche Bauernverband entgegnete, die Auflagen für Landwirte in Trinkwassergebieten seien bereits „exorbitant“. Der stellvertretende Generalsekretär des Verbandes, Udo Hemmerling, sprach von „Panikmache“ der Grünen.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärte, der Anstieg der Trinkwasserpreise übertreffe erst seit 2015 die allgemeine Teuerung. Jedoch müsse Trinkwasser besser geschützt werden. „Die zunehmende Verschmutzung des Grundwassers erfordert eine immer kostenintensivere Trinkwasseraufbereitung“, sagte Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer beim BDEW für Wasser und Abwasser. Ein EU-Gutachten zeige, dass an 28 Prozent der Messstationen in Deutschland die Nitratbelastung überschritten werde. Die Versorger hätten mehr in die Infrastruktur investiert, alleine für das laufende Jahr seien 2,7 Milliarden vorgesehen.

In Hannover sind die Preise für Trinkwasser in den vergangenen zwölf Jahren um rund 14 Prozent gestiegen. Die Sprecherin des Wasserversorgers Enercity, Bianca Bartels, sprach gegenüber der HAZ von einer „moderaten Entwicklung“. Hannover profitiere davon, dass es schon vor 20 Jahren in den Grundwasserschutz investiert habe.
Von Marco Seng

9. Zuviel Gülle - Zuchtmasterplan gefordert

Masterplan gefordert - Trinkwasser Nitrat belastet

Vor der Vorstellung des Nährstoffberichts für Niedersachsen haben Umweltverbände die Reduzierung der intensiven Tierhaltung und ein Masterplan für sauberes Wasser gefordert.

Nach wie vor seien nur zwei Prozent aller Fließgewässer in einem guten Zustand, heißt es am Mittwoch in einem gemeinsamen Statement von Greenpeace, Nabu und Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). «Die Landwirtschaft ist für die Nährstoffüberschüsse der Hauptverursacher.»

Nach Informationen der Umweltschutzorganisationen ergibt sich aus dem aktuellen Nährstoffbericht, dass es in der Zeit von Juli 2016 und Ende Juni 2017 einen Nährstoffüberschuss von rund 70 000 Tonnen Stickstoff gegeben habe. Allein aus der Region Weser-Ems hätten den Angaben zufolge drei Millionen Tonnen Gülle, Hühnertrockenkot und Gärreste wegtransportiert werden müssen, da es keine ausreichende Fläche für die Ausbringung gebe. «Der Umfang der Tierhaltung muss wieder an die vor Ort zur Verfügung stehende landwirtschaftliche Fläche angepasst werden», fordern die Verbände.

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) will am Mittwoch den Nährstoffbericht 2016/2017 vorstellen. Er gibt Aufschluss darüber, wieviel Gülle, Festmist und Gärreste in den einzelnen Landesteilen anfallen. Im Land wird für die teils schlechte Qualität und hohe Nitratbelastung des Grundwassers vor allem die Überdüngung verantwortlich gemacht.

8. Trinkwasser belastet - Aktuell in 2018

Trinkwasserqualität - Zwischenbericht

Trinkwasser in Deutschlands Haushalten: Studie zeigt Überschreitungen bei Blei- und Nickel

Deutschland hat in weiten Teilen eine ausgezeichnete Trinkwasserqualität, die von den Wasserversorgern den gesetzlichen Normen entsprechend ausgeliefert wird. Dennoch gibt es Problembereiche, wie auch eine aktuelle Studie zeigt, die Blei- und Nickelüberschreitungen im Trinkwasser feststellt und Hinweise auf das Alter der Leitungen und Armaturen am Punkt der Entnahme gibt.
Deutschland hat in weiten Teilen eine ausgezeichnete Wasserqualität, die von den Wasserversorgern den gesetzlichen Normen entsprechend ausgeliefert wird. Dennoch gibt es Problembereiche. Trinkwasser ist ein kostbares Gut, das historisch betrachtet als erste Ressource durch die öffentliche Verwaltung für die Allgemeinheit geschützt wurde und das gerade heute durch den raschen Wandel der Umweltbelastungen immer noch, oder besser gesagt, immer mehr Schutz benötigt.

Trinkwasser unterliegt besonderen Bestimmungen, die in der Trinkwasserverordnung in der jeweils aktuellen Fassung niedergeschrieben sind. Hier ist festgelegt, welche Substanzen in welchem Umfang im Wasser enthalten sein dürfen. Grundwasser, das aus tieferen geologischen Schichten kommt und für die Trinkwasserversorgung herangezogen wird, gilt als „unbelastet“. Oberflächenwasser wird aufbereitet und unterliegt menschlichen Einflüssen. Deutschlandweit wird ein Anteil von ca. 26 Prozent aus aufbereitetem Oberflächenwasser und Uferfiltraten als Trinkwasser gewonnen.

Last Mile des Trinkwassers: Leitungen und Armaturen
Da die deutschen Wasserversorger (öffentliche Wasserversorgung) das Trinkwasser in einwandfreier Qualität ausliefern und zu erwarten ist, dass diese Qualität auch in den Haushalten ankommt, können Überschreitungen bei relevanten Parametern vorwiegend auf Leitungen und Armaturen auf der sogenannten „Last Mile“ – vom Hauswasseranschluss bis zum Wasserhahn, zurückgeführt werden. Trinkwasser kann beispielsweise durch Blei aus Hausleitungen, Nickel aus Armaturen und Nitrat – vor allem bei Hausbrunnen – belastet werden. Des weiteren kann Trinkwasser am Entnahmepunkt im Haushalt durch vielfältige Ursachen bakteriologisch verunreinigt sein, sodass es als „genussuntauglich“ eingestuft werden muss.

Test des Trinkwassers bringt Sicherheit
H2nanO BdV führt solche Analysen als Wasserprüftest durch.
Die meisten Tests werden von Privatpersonen oder Gewerbebetrieben im Verdachtsfall oder zur Vorsorge bestellt. Die Wasserchecks unterliegen höchsten Qualitätsanforderungen. Die Analyseergebnisse werden den Grenzwerten aus der Trinkwasserverordnung gegenübergestellt und Überschreitungen gesondert ausgewiesen. Damit kann jeder Haushalt die Qualität des Trinkwassers überprüfen lassen.

Die Wasserchecks (bakteriologische und chemisch/physikalische Analysen) können einfach als Service-Dienstleistung nach Hause bestellt werden. Vor allem deshalb, weil die Probenahme durch Fachpersonal erfolgt, entspricht die Analyse formal den Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Da Hausleitungen, Armaturen und Hausbrunnen aber nicht öffentlich überprüft und gewartet werden, sind die Wasserchecks eine gute Möglichkeit, den aktuellen Zustand und mögliche durchgeführte Sanierungs- und Aufbereitungsmaßnahmen qualifiziert zu überprüfen.

Ausgewählte Ergebnisse der Trinkwasser-Untersuchungen im Detail
Aus ca. 4000 Analysedaten, zu denen auch Angaben über das Alter von Armaturen und Leitungen vorliegen, wurde das Alter für Hausleitungen und Armaturen kategorisiert und ausgewertet. Die Daten wurden in drei Kategorien unterteilt (< 1 Jahr, 1 – 10 Jahre, 11 – 50 Jahre).

7. Multiresistente Keime in Gewässern

Multiresistente Keime werden zum ernsthaften Probl


Macht 4. oder 5. Reinigungsstufe resistenten Keimen den Garaus?

Multiresistente Keime werden zum ernsthaften Problem.

In deutschen Gewässern finden sich die tödlichen Keime mittlerweile häufig. Sogar die World Health Organization (WHO) bezeichnet das Problem mittlerweile als eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Antibiotikagabe für Mensch und Tier muss auf jeden Fall eingeschränkt werden, aber auch technische Möglichkeiten spielen eine wichtige Rolle bei der Beseitigung der resistenten Keime.

Ein Mann stürzt 2017 in einen Bach und stirbt anschließend im Krankenhaus, weil er sich mit multiresistenten Keimen infiziert hatte – das Bachwasser führte auch Abflusswasser aus einer Kläranlage. Ein tragischer Einzelfall?

Mitnichten, wie eine Recherche des NDR-Nachrichtenmagazins Panorama in Niedersachsen ergab: Die in zwölf Gewässern entnommenen Wasserproben wurden von der TU Dresden und dem Universitätsklinikum Gießen positiv auf multiresistente Keime untersucht. Als Keim-Quellen wurden Kliniken, Altenheime und Geflügelzuchtbetriebe identifiziert.

Auch Forscher des Robert-Koch-Instituts fanden in Wasserproben multiresistente Keime. Dr. Tim Eckmanns, Leiter des Fachbereichs Surveillance und Facharzt für Krankenhaushygiene des RKI, spricht von alarmierenden Ergebnissen. Zwar sei durchaus bekannt, dass antibiotikaresistente Erreger in der Umwelt zu finden sind und sich dort ausbreiten können. Doch das Ausmaß überrasche: In der Art und Vielzahl hatte sie vorher niemand erwartet. In allen überprüften Gewässern waren auch Erreger nachweisbar, bei denen selbst Reserveantibiotika nicht mehr wirken.

Was passiert scheint klar: Wo Antibiotika im Übermaß eingesetzt werden, entstehen resistente Erreger. Regelmäßig in Abwasserkanäle und Kläranlagen eingebrachte Antibiotika bringen auf Dauer entsprechend resistente Keime hervor – die Evolution lässt grüßen.

Nachdem es in Deutschland gelungen war, durch das Reinigen der Industrieabwässer Rhein und Ruhr wieder badefähig zu machen, kommt es nun durch das Fehlverhalten der Bürger (Entsorgung von Arzneimitteln über das Klo) und die kurzsichtige Sorglosigkeit in der Landwirtschaft (massive Antibiotikagabe an Tiere) zu neuen Gefahren – in offenbar allen Gewässern, also Flüssen, Bächen und Seen. Und belastet damit auch unsere Trinkwasserressourcen.

Untersuchung von Klärschlamm und Gülle
Das ist beileibe kein rein nationales Thema: Die weltweite Zunahme antibiotikaresistenter Bakterienstämme wird von der World Health Organization (WHO) als eine der derzeit größten Herausforderungen für die Menschheit angesehen. Um die Einträge von Antibiotika bzw. antibiotikaresistenten Keimen in die Umwelt zu minimieren, soll entsprechend der Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie (Dart) zukünftig der Einsatz von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin reduziert werden.

Maria Krautzberger, die Präsidentin des Umweltbundesamts, zeigt sich besorgt, sieht große Risiken. Insbesondere Abwässer von Kliniken und Altenheimen sollten stärker überwacht werden. Auch sei es dringend erforderlich, Klärschlamm und Gülle auf das Vorkommen von Antibiotika und resistente Keime zu untersuchen. Und: Zumindest die Großkläranlagen sollten nach Auffassung des UBA mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe ausgestattet werden. Doch: Wie zielführend kann das mit Blick auf resistente Keime sein?

Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser, ist da eher skeptisch: „Uns liegen keine Erkenntnisse vor, dass eine vierte Reinigungsstufe multiresistente Keime entfernen kann. Erste Forschungsergebnisse legen eher die Vermutung nahe, dass eine vierte Reinigungsstufe solche Erreger nicht entfernen kann.“

5. Reinigungsstufe soll für Entfernung sorgen
Das vom BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geförderte Verbundprojekt Hy-Re-KA erforscht seit 2016 bereits die Verbreitung antibiotikaresistenter Bakterien durch Abwasser. Nicht nur theoretisch: Im Klärwerk Steinhäule in Neu-Ulm werden Methoden zur verbesserten Elimination von antibiotikaresistenten Bakterien erprobt. Die vierte Reinigungsstufe dient dem Rückhalt von Antibiotikaresten. Eine fünfte Reinigungsstufe ist in Planung; diese soll antibiotikaresistente Bakterien entfernen.

6. Thema: Erfahrungen mit aktiviertem Wasser ...

Quellwassser Erfahrungen


.... sind uns von H2nanO BdV weiterhin sehr wichtig!

Daher hier noch einmal ein Hinweis aus unserer internen Abteilung:

Wir erweitern unseren Erfahrungsschatz

Sportler und die Erfahrungen von Mannschaften sind uns im täglichen Gebrauch von IQpure Quell- oder Mineralwasser sehr wichtig.

Bisherige Erkenntnisse sollen erweitert und dokumentiert werden.

Daher können sich weitere Sportler und Mannschaften aus diverse Sportbereiche mit Wohnsitz in der PLZ 21... und 29 ... Region gerne bei uns melden.

IQpure wird Ihnen oder der Mannschaft in Schutzflaschen mit Fragebögen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

"Wer zuerst kommt, testet zuerst "!

Siehe mehr unter www.iqpure.de

5. Thema: IQpure Abfüllungen im Auftrag von H2nanO

In eigener Sache: IQpure Abfüllungen

Weil wir öfters danach gefragt werden und wir von H2nanO BdV neben den Wasseranalysen vorrangig auch für gutes abgefülltes Wasser stehen, hier interne Info's dazu:

Unsere vorgesehenen Abfüllorte

Als Abfüllgebiet für IQpure Quellwasser bevorzugen wir die nord-östliche Tiefebene aufgrund guter Hauptwasserleiter.

Diese stammen noch aus Ur-Eiszeiten und sind bekannt für gutes Mineralwasser und dessen Brunnen führen leichte bis durchschnittliche Mineralisierungen bei guter Reinheit.

IQpure Quellwasser wird durch Veredelung von hochwertigen Wässern wie eben aus Mineralwasserbrunnen vor Ort aktiviert, als neue Marke gewonnen und in der IQ Schutzflasche abgefüllt.

Dazu werden kooperative Partnerschaften mit Abfüllern vereinbart.

4. Thema: Aktivität von Wasser

UV- und IR-Licht sorgt für BIO > LEBEN!

Grundsätzlich sollte man folgendes wissen:

Unser VIDEO OBEN:

Ein seltener Blick ins Innere auf IQpure Wasser zeigt den Aktivierungs-Effekt

Es handelt sich um eine Simulation in tausendfacher Vergrößerung mit dargestellter UV- und IR-Licht-Impulse-Aktivierung auf die Wassercluster im Inneren der Schutzflasche, also direkt auf das Wasser einwirkend.

Wir nennen es IQ Licht Brilliance Effekt

als eine Brücke zwischen Wasser Cluster und den IQ Schutzflaschen-Eigenschaften

Die Computer-Simulation stellt den tatsächlichen leider für's menschliche Auge nicht sichtbare Naturprozess im Wasser-Clusterbereich da und simuliert durch die positive UV- und IR-Licht-Frequenz-bzw. Photonenpartikel-Einstrahlung eine stätige Aktivierung des Wassers in der Schutzflasche.

Andere "alternde" Lichtfrequenzen / Photonenpartikel und negative Einflüsse bleiben außen vor.

Um zu überleben, braucht der menschliche Körper BIO-Energie

Diese wird aus der Nahrung gewonnen und gelangt dann über das Blut in die Zellen.

Um dort genutzt oder gespeichert werden zu können, muss sie jedoch erst "verbrannt" werden – ähnlich wie Benzin in einem Motor.

Lebensmittel wie IQpure Wasser liefern eine wesentliche Grundbasis über die ausreichende resorbierende Energie als BIO-Wert zur ATP-Energiegewinnung im Körper.

Wichtig ist, dass die BIO "Bausteine" als Werte in der Nahrung auch noch lange nach der Lebensmittel-Produktion bis zum Verzehr enthalten sind.

Wir von H2nanO BdV nutzen das natürliche Licht und seine positiven Auswirkungen für unsere Schutzflasche außen wie innen.

Ideal ist also ein:


äußerer natürlicher Schutz

durch die Schutzflasche vor negativen Lichteinflüssen

für den Inhalt vor Frische- und Qualitätsverlust in der Flasche

und

eine innere effektive Aktivierung

in der Schutzflasche auf das Lebensmittel selbst

wie z.B. beim IQpure direkt auf die zu aktivierenden Moleküle

und Wassercluster

3. Thema: Viel mehr Mikroplastik auch an Land

Mikroplastik in Böden

Eigentlich berichten wie hier mehr über Mikroplastik im Wasser, möchten Ihnen aber diese aktuelle Berichterstattung nicht vorenthalten:

Unterschätzte Gefahr: Mikroplastik an Land schädlicher als in den Meeren?

Kleinste Plastikteilchen, so genanntes Mikroplastik, stellen auch für Lebewesen an Land eine Bedrohung dar und könnten dort sogar schädlicher wirken als in Meeren. Forschende vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und Berliner KollegInnen warnen: Die Auswirkungen von Mikroplastik in Böden, Sedimenten und Binnengewässern könnten terrestrische Ökosysteme auf der ganzen Welt dauerhaft negativ beeinflussen.

Dass Mikroplastik die Weltmeere verschmutzt und schädlich auf Küsten- und marine Lebensräume wirkt, ist mittlerweile bekannt. Doch wie beeinflussen kleinste Plastikteile die Ökosysteme „auf dem Trockenen“?

Mit dieser Frage beschäftigt sich die vom IGB und der Freien Universität Berlin initiierte Untersuchung, die bisherige Einzelstudien zum Thema Mikroplastik in Bezug auf terrestrische Ökosysteme auswertet. „Zwar gibt es bislang wenig Forschung auf diesem Gebiet, doch die vorliegenden Ergebnisse sind alarmierend: Kleinste Plastikteilchen sind praktisch überall auf der Welt vorhanden und können verschiedenste Beeinträchtigungen auslösen. Die bisher beobachteten Effekte von Plastikpartikeln in Mikro- und Nanogröße auf terrestrische Ökosysteme weltweit lassen darauf schließen, dass auch diese stark gefährdet sind“, erklärt IGB-Forscher Anderson Abel de Souza Machado, Leiter der Studie. Dass Mikroplastik schädlich für Ökosysteme ist, etwa wenn es von Schlüsselorganismen in Seen aufgenommen wird, zeigten IGB-Forschende bereits in früheren Arbeiten.

Vier- bis 23-mal mehr Mikroplastik an Land als im Meer
Weltweit werden jährlich mehr als 400 Millionen Tonnen Plastik produziert. Schätzungsweise ein Drittel allen Plastikmülls findet dabei seinen Weg in Böden oder Binnengewässer. Ein Großteil dieser Plastikteile zerfällt in Partikel kleiner als fünf Millimeter, also in Mikroplastik, und weiter in Nanopartikel mit einer Größe von weniger als 0,1 Mikrometer. Die Verschmutzung durch Mikroplastik an Land ist dabei viel größer als in den Meeren – sie wird je nach Umgebung auf das vier- bis 23-fache geschätzt. Ein wichtiger Faktor zur Verbreitung von Mikroplastik ist beispielsweise Abwasser. 80 bis 90 Prozent der darin enthaltenen Partikel, etwa von Kleiderfasern, verbleiben im Klärschlamm. Dieser wird häufig als Dünger auf Felder ausgebracht, wodurch jährlich viele Tausend Tonnen Mikroplastik auf unseren Böden landen.

Mikroplastik: Potenziell toxische Wirkung auf viele Organismen
Mikroplastik kann Eigenschaften aufweisen, die unmittelbar schädigend für Ökosysteme sein können. So können die Oberflächen kleinster Plastikteile mit krankheitserregenden Organismen angereichert sein und als Vektor fungieren, also die Krankheiten in die Umwelt transportieren. Mikroplastik kann auch mit der Bodenfauna interagieren und deren Gesundheit sowie die Bodenfunktion beeinträchtigen. So bauen etwa Regenwürmer ihre Höhlen anders, wenn sich Mikroplastikteile im Boden befinden, was sowohl die Körperfunktionen des Regenwurmes als auch die Bodenbeschaffenheit verändert.

Kleine Plastikpartikel – weitreichende Wirkungen
Generell gilt: Wenn Plastikpartikel zerfallen, gewinnen sie neue physikalische und chemische Eigenschaften, mit denen auch die Gefahr wächst, dass sie toxisch auf Organismen wirken. Und je breiter die Möglichkeiten schädlicher Wirkungen sind, umso größer ist die Zahl potenziell betroffener Arten und ökologischer Funktionen. Besonders problematisch sind chemische Effekte bei der Zersetzung, wie das Autorenteam um Anderson Abel de Souza Machado feststellte. So treten aus den Plastikpartikeln Additive wie Phthalate und Bisphenol A aus. Diese sind für ihre hormonellen Wirkungen bekannt und können bei Wirbeltieren ebenso wie bei einigen Wirbellosen zu Störungen des Hormonsystems führen. Außerdem können Teilchen in Nanogröße Entzündungen auslösen, Zellbarrieren überwinden oder verändern und sogar besonders selektive Membranen wie die Blut-Hirn-Schranke oder die Plazenta überwinden. Innerhalb der Zelle können sie unter anderem Änderungen der Genexpression und biochemische Reaktionen auslösen. Welche langfristigen Effekte dies hat, ist noch nicht hinreichend untersucht. Zumindest für Fische wurde bereits nachgewiesen, dass sich Nanoplastik nach Passieren der Blut-Hirn-Schranke verhaltensändernd auswirkt.

Die Ein- und Aufnahme kleiner Mikroplastikteile könnte sich als neuer Langzeit-Stressfaktor für die Umwelt erweisen.
Für eine genauere Bestandsaufnahme fehlen bislang allerdings standardisierte Methoden zur Erfassung von Mikroplastik in terrestrischen Ökosystemen, und es ist oft schwierig und arbeitsaufwändig, kleinste Plastikteile etwa in Böden nachzuweisen.

Die neue IGB-Studie zeigt, wie wichtig belastbare, wissenschaftlich fundierte Daten zum Abbauverhalten und zu den Effekten von Mikroplastik sind, um der Verunreinigung durch Mikroplastik und ihren Gefahren für terrestrische Ökosysteme – wo immerhin der allergrößte Teil des in die Umwelt eingetragenen Plastikmülls anfällt – wirksam begegnen zu können.
Auch der Mensch nimmt Mikroplastikteile über die Nahrung auf: Diese wurden bereits in Fischen und Meeresfrüchten, aber auch in Salz, Zucker und Bier gefunden. Die Akkumulation von Plastik in Lebewesen könnte bei Landlebewesen bereits überall verbreitet sein, vermuten die Forschenden, sogar bei solchen, die ihre Nahrung nicht „einnehmen“. So können sich kleinste Plastikteile auch in Hefen und Faserpilzen anhäufen.

2. Thema: Mehr Entzündungen durch Fastfood ...

Mehr Entzündungen ....


Auch wenn es bei diesem Thema nicht direkt um Wasser geht, möchten wir Ihnen diese aktuelle Berichterstattung aus Laborergebnissen nicht vorenthalten:

„Westliche Diät“: Fastfood macht Immunsystem langfristig aggressiver

Auf eine fett- und kalorienreiche Kost reagiert das Immunsystem ähnlich wie auf eine bakterielle Infektion. Das zeigt eine aktuelle Studie unter Federführung der Universität Bonn. Besonders beunruhigend: Ungesundes Essen scheint die Immunabwehr langfristig aggressiver zu machen. Auch lange nach Umstellung auf gesunde Kost kommt es daher schneller zu Entzündungen. Diese fördern direkt die Entstehung von Arteriosklerose und Diabetes.

Die Wissenschaftler setzten Mäuse einen Monat lang auf eine so genannte „westliche Diät“: viel Fett, viel Zucker, wenig Ballaststoffe. Die Tiere entwickelten daraufhin eine massive körperweite Entzündung – fast wie nach einer Infektion durch gefährliche Bakterien. „Die ungesunde Diät hat zu einem unerwarteten Anstieg einiger Immunzellen im Blut geführt. Das war ein Hinweis auf eine Beteiligung von Vorläuferzellen im Knochenmark in dem Entzündungsgeschenen“, berichtet Anette Christ, Postdoktorandin am Institut für Angeborene Immunität der Universität Bonn. Um diese Veränderungen besser zu verstehen, haben die Wissenschaftler die Vorläuferzellen von Immunzellen aus dem Knochenmark von Mäusen, die mit „westlicher Diät“ oder normaler Diät gefüttert wurden, isoliert und eine systematische Analyse deren Funktion und Aktivierungsstatus durchgeführt.

„Genomische Untersuchungen zeigten tatsächlich, dass in den Vorläufer-Zellen durch die westliche Diät eine große Anzahl von Genen aktiviert wurde. Betroffen waren unter anderem Erbanlagen für ihre Vermehrung und Reifung. Fastfood führt also dazu, dass der Körper rasch eine riesige schlagkräftige Kampftruppe rekrutiert“, erklärt Prof. Dr. Joachim Schultze vom Life & Medical Sciences Institute (LIMES) der Universität Bonn und vom Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).

Wenn die Forscher den Nagern nun vier weitere Wochen lang arttypische Getreide-Kost anboten, verschwand die akute Entzündung. Was nicht verschwand, war die genetische Reprogrammierung der Immunzellen: Auch nach diesen vier Wochen waren in ihnen noch viele der Erbanlagen aktiv, die in der Fastfood-Phase angeschaltet worden waren.

„Fastfood-Sensor“ in den menschlichen Immunzellen
„Wir wissen erst seit kurzem, dass das angeborene Immunsystem über ein Gedächtnis verfügt“, erklärt Prof. Dr. Eicke Latz, Leiter des Instituts für angeborene Immunität der Universität Bonn und Wissenschaftler am DZNE. „Nach einer Infektion bleibt die Körperabwehr in einer Art Alarmzustand, um dann schneller auf einen neuen Angriff reagieren zu können.“ Experten nennen das „innate immune training“. Bei den Mäusen wurde dieser Prozess nicht durch ein Bakterium ausgelöst, sondern durch ungesunde Ernährung.

Die Wissenschaftler konnten sogar den „Fastfood-Sensor“ in den Immunzellen identifizieren, der dafür verantwortlich ist. Sie untersuchten dazu Blutzellen von 120 Testpersonen. Bei einigen dieser Probanden zeigte das angeborene Immunsystem einen besonders starken Trainings-Effekt. In ihnen fanden die Forscher genetische Hinweise darauf, dass daran ein so genanntes Inflammasom beteiligt ist. Inflammasome sind Sensoren des angeborenen Immunsystems. Sie erkennen schädliche Substanzen und setzen in der Folge hoch entzündliche Botenstoffe frei.

Ungesunde Ernährung hat langfristige Folgen
Das in der Studie identifizierte Inflammasom wird durch bestimmte Nahrungsmittel-Inhaltsstoffe aktiviert. Das hat neben der akuten Entzündungsreaktion interessanterweise auch langfristige Konsequenzen: Die Aktivierung verändert nämlich die Art und Weise, in der die Erbinformation verpackt ist. Die Erbanlagen sind in der DNA gespeichert. Jede Zelle enthält mehrere DNA-Fäden, die zusammen ungefähr zwei Meter lang sind. Sie sind jedoch um Proteine gewickelt und stark verknäuelt. Viele Gene auf der DNA lassen sich daher gar nicht ablesen – sie sind einfach zu schlecht zugänglich.

Ungesunde Ernährung führt nun dazu, dass sich manche dieser normalerweise versteckten DNA-Teile entrollen – ungefähr so, als wenn eine Schlaufe aus einem Wollknäuel heraushängt. Dieser Bereich der Erbsubstanz wird dadurch langfristig leichter ablesbar. Wissenschaftler sprechen von epigenetischen Änderungen. „Das Inflammasom stößt solche epigenetischen Änderungen an“, erläutert Prof. Latz. „Das Immunsystem reagiert in der Folge schon auf kleine Reize mit stärkeren Entzündungsantworten.“

Dramatische Folgen für die Gesundheit
Diese wiederum können die Entstehung von Gefäßkrankheiten oder auch Typ 2-Diabetes drastisch beschleunigen. Bei der Arteriosklerose etwa bestehen die typischen Gefäßablagerungen, die Plaques, zum großen Teil aus Lipiden und Immunzellen. Die Entzündungsreaktion trägt direkt zu ihrem Wachstum bei, denn dabei wandern stetig neue aktivierte Immunzellen in die veränderten Gefäßwände ein. Wenn die Plaques zu groß werden, platzen sie auf, werden vom Blutstrom fortgetragen und können andere Gefäße verstopfen. Mögliche Folgen: Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Fehlernährung kann also dramatische Konsequenzen haben. In den letzten Jahrhunderten ist die durchschnittliche Lebenserwartung in den westlichen Ländern stetig gestiegen. Dieser Trend wird gerade erstmalig durchbrochen: Wer heute geboren wird, wird im Schnitt vermutlich kürzer leben als seine Eltern. Falsches Essen und zu wenig Bewegung dürften daran einen entscheidenden Anteil haben.

„Diese Erkenntnisse haben daher eine enorme gesellschaftliche Relevanz“, erklärt Latz. „Die Grundlagen einer gesunden Ernährung müssen noch viel stärker als heute zum Schulstoff werden. Nur so können wir Kinder frühzeitig gegen die Verlockungen der Lebensmittel-Industrie immunisieren – bevor diese langfristige Konsequenzen entfalten. Kinder haben jeden Tag die Wahl, was sie essen. Wir sollten ihnen ermöglichen, bei ihrer Ernährung eine bewusste Entscheidung zu treffen.“

An der Arbeit waren Gruppen aus den Niederlanden, den USA, Norwegen und Deutschland beteiligt. Latz und Schultze sind Mitglieder im Exzellenzcluster „ImmunoSensation“, in dem es um die Leistungen des angeborenen Immunsystems geht. Latz gilt als einer der international profiliertesten Forscher auf diesem Gebiet. Im Dezember wurde er für seine Arbeit mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet. Dieser gilt als einer der renommiertesten Wissenschaftspreise in Deutschland.

1. Thema 2018: Auch Bakterien haben Feinde ...

Räuber-Beute-Beziehungen



Auch Bakterien haben Feinde – und verteidigen sich um fast jeden Preis

Im Wasser ernähren sich zum Beispiel einzellige Wimperntierchen, die sogenannten Ciliaten, mit Vorliebe von den Mikroben. Diese schützen sich mit diversen Tricks vor den Räubern, welche die Ciliaten wiederum auszuhebeln versuchen. So entsteht ein evolutionärer Wettlauf um die besten Verteidigungs- und Angriffswaffen. Wissenschaftlern zufolge bleibt Beutetieren wie den Bakterien langfristig nichts Anderes übrig, als die Schutzmechanismen aufrechtzuerhalten, selbst wenn der Aufwand dafür so hoch ist, dass sie kaum noch Nachkommen produzieren können.

Räuber und ihre Beute pflegen eine enge Beziehung zueinander: Verändert sich der eine, muss der andere dagegenhalten. Durch eine solche Koevolution und den damit einhergehenden Selektionsdruck kommt es zu einer wechselseitigen Anpassung der Arten.

Die Plöner Forscher um Lutz Becks vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie haben in ihren Experimenten Bakterien und Wimperntierchen für viele Wochen zusammen gehalten und ihre Entwicklung verfolgt. Dabei haben sie beobachtet, dass sich die Mikroben vor der Gefräßigkeit der Ciliaten schützen, indem die normalerweise einzeln lebenden Bakterienzellen nach wenigen Tagen beginnen, in größeren Verbänden als schleimiger „Biofilm“ zu wachsen. So können sie von den Ciliaten nicht mehr so effektiv gefressen werden.

Beute investiert teuer in ihre Verteidigung
Solange die Wissenschaftler in ihren Versuchen und Computersimulationen nur den Bakterien Veränderungen erlaubten, konnten diese sich gut vor dem Gefressen werden schützen – und das mit überschaubarem Aufwand. Doch sobald sich auch die Wimperntierchen verändern durften, kam den Bakterien der Schutz teuer zu stehen: Sie produzierten dann nur noch wenige Nachkommen. „Die Feindabwehr ist also sehr kostspielig, denn je besser sich die Bakterien wappnen, umso schlechter vermehren sie sich“, sagt Becks.

Die Bakterien schaffen es demnach nicht, beides zugleich zu optimieren – ein typischer Fall eines evolutionären Kompromisses. Wie genau der Kompromiss ausfällt, hängt aber davon ab, ob sich der Räuber an die Abwehrmaßnahmen der Beute anpassen kann. Wenn ja, wird die Verteidigung für die Beute immer kostspieliger und für die Vermehrung bleibt kaum noch etwas übrig. Kann sich der Räuber dagegen nicht anpassen, muss sich die Beute weniger aufwendig zur Wehr setzen und kann mehr in die Nachkommenschaft investieren“, erklärt Becks.

Weniger Vielfalt bei den Räubern
Die Forscher haben außerdem gezeigt, dass bei einem dynamischen Kompromiss die Vielfalt der Räuber abnimmt. Die Wimperntierchen entwickeln folglich weniger unterschiedliche Typen, um sich an Verbände und Biofilme der Bakterien anzupassen. „Das ist für die Beute natürlich günstig und könnte den Druck auf die Bakterien verringern“, so Becks.

Die Studie zeigt, dass mehr Vielfalt in der Beute überraschenderweise nicht immer mehr Vielfalt bei den Räubern bedeutet. Lutz Becks: „Entscheidend ist der Kosten und Nutzen von Merkmalen für die Beute und den Räuber. Wie unsere Experimente zeigen, können sich diese verschieben, je nachdem, ob die Räuber Zeit hatten, sich anzupassen oder nicht.“


Das Wasser der Erde gehört allen Menschen ...

... sagt die UN ... aber auch dessen Wert ...?

So gesehen ist jeder Erdenbürger sehr reich ... siehe unten

So WERTVOLL ist Wasser: 700.000.000,00 EURO ...

Das wäre tatsächlich euer persönlicher Wasserwert-Kontostand am 01.07.2014, pro Mensch auf dieser Erde gewesen ...
wenn man damals alles verfügbare Trinkwasser auf der Erde (obwohl es nur 0,31% trinkbares Wasser vom gesamten Wasservorkommen auf der Erde gibt) z.B. an "Außerirdische" für 0,005 Euro , also für einen 1/2 Cent pro Liter verkauft hätte.

Durch ewige fortlaufende Wasserverschmutzung, durch Überbevölkerung und durch Eisschmelze etc. verringert sich leider euer "persönliches Wasserwert-Guthaben" täglich um ca. - 7.300 EURO !!!
Vielleicht wird es durch diese Verlustberechnung in Euro pro Person noch deutlicher dargestellt, wie knapp unser Trinkwasser wird, so oder so ...

Euer privater Wasserkontoauszug:

700.000.000 Euro
"Startkapital" waren es am 01.07.2014 pro Weltbürger

Dein aktueller "Wasserwert-Kontostand" vom 01.08.2018
689.079.200 Euro
Dieser Kontoauszug wird zu jedem 1. im Monat aktualisiert

DAS Bedeutet aktuell ein VERLUST in 4 Jahren von: 10.656.300 Euro !

Wasserwert-Kontostand ist auf O,- € in (240 Jahre)